Kindersportschule

„KiSS“ – was ist das?

Im Laufe der Zeit hat sich die gesundheitliche Situation von Kindern geändert. Wie die KiGGS-Studie zeigt, sind Bewegungsmangelerscheinungen immer häufiger anzutreffen. So ist nicht nur der Alltag bewegungsärmer geworden, sondern auch in der Schule und im Kindergarten sind reduzierte Bewegungszeiten anzutreffen. Durch eine KiSS (Kindersportschule) kann der Sport entweder als Hobby im Verein oder auch als Angebot in der Schule oder in der Kita wahrgenommen werden. Dadurch wird mehr Spielraum für intensive Bewegung geboten und dem Rückwärtstrend der sportlichen Aktivität entgegengewirkt. Wie sich in den bereits bestehenden Kindersportschulen in Bayern zeigt, kann die Entwicklung der Kinder mit dem pädagogischen KiSS-Konzept positiv beeinflusst werden. Denn durch die Eigenerprobung in einer KiSS können Heranwachsende Störgrößen wie Konzentrations- und Motivationsverlust, Stress oder ein geringes Selbstbewusstsein abbauen. Das Konzept wird nicht nur kompetenzorientiert, kind- und altersgerecht angeboten, sondern auch nach einheitlichen Ausbildungsrichtlinien. Zur Sicherung der Qualitätskriterien unterliegt eine KiSS nicht nur einem Zertifizierungsverfahren, sondern auch regelmäßigen Kontrollen durch den BLSV.

Hinter dem Erfolg von KiSS steht folgendes Modell:

In einer KiSS werden Kinder ab zwei Jahren altersgerecht und sportartübergreifend ausgebildet und dabei von hochqualifiziertem Personal geschult. Beispielsweise dürfen maximal 15 Kinder in einer Gruppe trainieren, es werden dabei immer nur zwei Jahrgänge zu einer Stufe zusammengefasst. Ziel ist es, den Kindern langfristig Spaß an der Bewegung, am Spiel und am Sport zu vermitteln. Natürlich können die Kinder im Verlauf der Ausbildung die unterschiedlichsten Sportarten auszuprobieren. Das Ganze nach dem Motto: Früh beginnen - zur richtigen Zeit spezialisieren.

KiSS-Kinder erfahren zusammengefasst also einen beachtlichen Mehrwert:

  • Die qualifizierten Sportlehrer berücksichtigen insbesondere die gesundheitlichen Aspekte des Sports und orientieren sich an den kindlichen Entwicklungsphasen.
  • Die Kinder sollen ihre Bewegungserfahrungen sportartübergreifend erweitern und ihre motorischen Grundfertigkeiten verbessern.
  • Die vielseitige Körpererfahrung weckt die Leistungsbereitschaft der Kinder und stärkt ihr Selbstvertrauen.
  • Im Unterricht wird viel Wert auf Fairness als Haltung sich selbst und anderen gegenüber gelegt.
  • Durch die spielerische Gestaltung der Übungsstunden wird die Kreativität der Kinder gefördert.

Diese Angebote der KiSS sind so auch nicht als Konkurrenz zum etablierten Vereinssport zu sehen. Sie bilden vielmehr eine Vorstufe und eine Ergänzung zum Sportprogramm im Verein und tragen  zur Interessen- oder auch Talentfindung bei.